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Sachsen Rallye , Zwickau

Vogtland-Anzeiger

„Tröger und Zemanik drehen auf"

Vogtländische Teams mit unterschiedlichen LeistungenLeid und Freud in den Reihen der Plauener Motorsportler

Zur für die Aktiven des Vogtländischen Motorsport Clubs Plauen am nächsten gelegenen Rallye fuhr am vergangen Wochenende auch alles an Mannschaften, was die Plauener zu bieten hatten. Die Reise ging nach Zwickau, wo die Deutsche Rallye Meisterschaft im Rahmen der AvD Sachsen Rallye gastierte. Obwohl einige Piloten im Vorfeld absagen mussten traten in der Mulde-Stadt die Favoriten der Serie an den Start. Auch aus den Reihen der Plauener konnten sich da die Schmack-Motorsport Piloten Peter Zehetmaier/Jürgen Breuer (Honda) und Felix Herbold/Kevin Zemanik (Suzuki) als Punktgleich Drittplatzierte Hoffnung auf weitere Zähler machen. Als weitere Teams der Schmack-Truppe traten wiederum die Finnen Kalle Keskinen/Lasse Hirvijäri im Mitsubishi Lancer sowie erstmals in dieser Saison die Stuttgarter Mark Wallenwein/Stefan Kopczyk (Honda) in der DRM an. Die Fraktion des VMC Plauen wurde im weiteren Feld vom Tröger-Fahrzeugtechnik Team Sven Tröger/Doreen Zemanik (Honda) komplettiert. Letztere zogen auch als Einzige ohne Probleme ihre Kreise im Zwickauer Umland und dem Zuschauermagneten „Glück-Auf-Brücke“. Obwohl sie aufgrund fehlender Starter in die Hubraum- und PS- stärkere Klasse bis 2000 ccm hoch gestuft wurden, konnten sie es sich mit beständig guten Zeiten zunächst auf dem Dritten Rang bequem machen. Das Blatt wendete sich zum ersten Mal in WP 6, wo Danny Galle im bärenstarken Opel Kadett C durch ein technisches Problem über 4 Minuten Zeit verlor. Auf dem 2.Rang liegend galt es nun diesen zu verteidigen, denn ein entfesselnd fahrender Finne auf einem noch wahnsinnigerem Toyota Starlet avancierte zum absoluten Publikumsliebling und rang der Konkurrenz mit Fahrstil und Bestzeiten einiges an Respekt ab. Leider war dessen Auslandseinsatz nach durch Ausfall in WP 11 ebenso beendet wie die Jagd nach Bestzeiten. Somit fand sich das vogtländische Duo auf Platz 1 der Klasse wieder und gab diesen auch nicht mehr frei, was schlussendlich auch einen 13. Gesamtrang bedeutete. Weitaus weniger Erfolgreich lief es für die anderen Vertreter der Vogtland-Abteilung. Die erste Speerspitze des Hauses Schmack fiel schon auf WP 3, dem geliebten Stadtrundkurs „Glück-Auf-Brücke“ den noch nicht abgeschlossenen Bauarbeiten an der Straßenoberfläche zum Opfer. Die Honda-Piloten Zehetmaier/Breuer rissen sich an einer Betonkante die Ölwanne auf und mussten in Führung liegend mit dem folglich entstandenen Motorschaden aufgeben. Nicht besser erging es Nachwuchs-Hoffnung Felix Herbold. Ebenso aussichtsreich in Führung seiner Division liegend überspannte er mit Copilot Kevin Zemanik auf Wertungsprüfung 12 den Bogen und musste nach einem Unfall aufgeben. Bitter für das gesamte Team, lag doch die Übernahme des zweiten Gesamtranges der Deutschen Rallye Meisterschaft in greifbarer Nähe. Schließlich erreichte der finnische Express mit japanischem Triebwerk als zweitbester Schmack-Akteur das Ziel auf dem 10. Rang der Division 1 und dem 21. Gesamtplatz von 22 im Ziel gewerteten Startern. Diese Zahl zeugt angesichts von 42 gestarteter Teilnehmer von einer immens hohen Ausfallquote. Nicht ausgefallen sondern mit dem ersten Divisionsieg dieser Saison äußerst erfolgreich sind jedenfalls die am Samstag besten im Bunde des Plauener Teams Wallenwein/Kopczyk. Auf dem noch ungewohnten Honda konnten sie sich im Verlaufe der Rallye immer besser einschießen und es gelang ihnen nebenher noch ein fulminanter 10.Gesamtrang. Die Sieger der AvD Sachsen Rallye hießen erstmals Peter Corazza/Ronald Bauer auf Mitsubishi. Die beiden „Rand-Zwickauer“ spielten ihre Ortskenntnis gekonnt aus und holten den Gesamtsieg, welcher auch der erste DRM - Sieg für Corazza überhaupt ist. Nach dem Gewinn der Rallye Erzgebirge Mitte April kann er sich nun freuen beide Heimspiele gewonnen zu haben. Auf Rang Zwei der Wertung folgte Evergreen Hermann Gaßner mit Sigi Schrankl (Mitsubishi) und mit Olaf Dobberkau/Jenny Gäbler (Porsche) der erste Vertreter der nicht Allrad-Fahrzeuge. In der Gesamtwertung der DRM bedeutet dies nun die Führung für den mehrmaligen Deutschen Meister Gaßner, der die Position vor Sandro Wallenwein (4. Rang in Zwickau) und den neuen Drittplatzierten Corazza/Bauer einnimmt.
Der nächste Lauf für das Plauener Schmack-Motorsport-Team findet am 31. Mai im saarländischen Piesbach mit der Litermont-Rallye statt.

Osterburgrallye, Weida

Vogtland-Anzeiger

"Durchwachsenes Wochenende für Plauener Motorsportler"

Haupt sagt ab/Horlbeck auf Podium/Schürer muss aufgebenAm 21. Juni fand im benachbarten Thüringen die traditionsreiche AvD Osterburgrallye statt. Mit von der Partie im kleinen Städtchen Weida waren unter den 116 Startern auch zwei Teams des VMC Plauen. Mit Jan Horlbeck/Enrico Lenk im 300 PS starken Ford Sierra und Vater-Sohn Gespann Schürer im Ford Fiesta standen somit sogar zwei Markengefährten am Start. Für die Rallye angemeldet hatten sich auch die Challenge-Sieger 2002 Stephan Haupt und Andre’ Jockusch in ihrem bärenstarken VW Golf 1, jedoch verhinderte ein plötzlicher Elektronikdefekt einen Tag vor der Rallye das geplante Comeback. So war es an dem Netschkauer Horlbeck-Team, die Fahnen des Vogtländischen Motortsport Clubs hoch zu halten. Dies Gelang auch respektabel, setzte man sich doch sogleich an der Spitze des Teilnehmerfeldes fest. Der forschen Gangart des Duos hatte nur der Franke Bernd Michel in seinem Ex-Werks Opel etwas entgegen zu setzen. Er führte die Wertung zur Halbzeit der Rallye mit 2 Sekunden Vorsprung auf das Ford-Team knapp an.
Zur Halbzeit schon zusammen packen musste leider die zweite VMC-Mannschaft Schürer/Schürer. Nach fulminantem Auftakt, bei dem sie nur knapp vom Gesamtführenden geschlagen wurden, mussten sie auf der WP 3 mit Motorschaden aufgeben. „Das gibt’s einfach nicht!“ resigniert Fahrer Alexander Schürer. „Kaum liegen wir wieder an der Spitze unserer Klasse, macht der Defektteufel alles zunichte!“

Auch die verbliebene Speerspitzen des VMC, Horlbeck/Lenk, mussten um ihre guten Leistungen bangen. Auch hier schlichen sich kleine Defektteufel in die Innereien des Boliden und sorgten für einen geringen Leistungsverlust. Die Ursache war unklar und das Team konnte nur hoffen die Verfolger auf Distanz zu halten und das Auto heil ins Ziel zu bringen. Ein Ausrutscher in einen Graben kostete auf der letzten WP nochmals Zeit und ließ die Spannung ins unermessliche Steigen. Doch es gelang schlussendlich nach 35 WP-Kilometern ohne einen weiteren Platzverlust das rettende Ziel zu erreichen und so konnte die sympathische Truppe ihr erstes Super-Ergebnis der laufenden Saison feiern. Mit nur 4,9 Sekunden Vorsprung siegten sie in ihrer stark besetzten Klasse der PS-stärksten Fahrzeuge im Feld und holten als Sahnehäubchen noch den zweiten Gesamtrang mit nur 11 Sekunden Rückstand auf das Sieger-Duo Bernd Michel/Bernd Hartbauer.
Dritte der Rallye wurden Raphael Ramonat/Christian Assmus im Ford Escort. Die Fahnen der Schmack-Motorsport Mannschaft hielten diesmal die Thüringer Thorsten Binder/Michael Pfannenschmidt im Honda Civic Type R hoch. Sie belegten nach einer etwas schwächeren Anfangsphase einen souveränen 6. Gesamtrang und sicherten sich den Sieg in der seriennahen Gruppe N. Zweiter wurden hier die Chemnitzer Muschiol/Harloff (Renault).
Nun heißt es für alle, insbesondere die Plauener, nach vorn zu schauen, denn in nur drei Wochen fällt schon am 12.Juli der Startschuss zur 27. ADMV-ACC-Vogtlandrallye in der Spitzenstadt. Das die Teams hier natürlich besonderes ehrgeizig ans Werk gehen steht außer Frage und lässt auf einen spannenden Verlauf der Heimveranstaltung hoffen.

Vogtlandrallye, Plauen

Vogtland-Anzeiger

"Lenk/Horlbeck lassen Konkurrenz alt aussehen"

Gespann aus Netzschkau gewinnt Gesamtwertung/Viel Lob für die sportliche Seite der VeranstaltungAm vergangenen Samstag fand sie zum 27. Mal statt, die ADMV-ACC-Vogtlandrallye. Bei durchschnittlichen Temperaturen und leicht wechselnden Wetterbedingungen fanden 84 Starter den Weg in die Spitzenstadt, von denen letztendlich 65 Autos im Ziel am Klostermarkt ankamen. Diejenigen, die die 35 Wertungsprüfungskilometer absolviert hatten fanden auch dieses Jahr viele lobende Worte für die Streckenführung und den hohen Anspruch der Rallye. Gerade wegen diesen Strecken kämen sie gerne hierher ins Vogtland, was die organisatorische Leistung des Veranstalters VMC Plauen nicht schmälern soll. Im Gegenteil: auch von offizieller Seite, denn bei jeder Rallye sind Sportkommissare des Deutschen Motorsport Bundes anwesend, gab es Lob und Anerkennung. Nicht zuletzt wegen der perfekt ineinander greifenden Rettungskette, die bei des diesjährigen Ausgabe der Rallye leider zweimal beansprucht wurde. So kam schon auf WP 1 ein Fahrzeug nach einer Sprungkuppe von der Fahrbahn ab und erfasste eine Zuschauerin. Die sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen und die schnelle erste Hilfe durch anwesende couragierte Zuschauer verhinderten das Schlimmste und die junge Zuschauerin, selbst Beifahrerin im Rallyesport, konnte ins Plauener Klinikum verbracht werden. Dort stabilisierte sich ihr Zustand Zusehens und am Nachmittag war sie wieder bei Bewusstsein und Ansprechbar. Ein weiterer Unfall eines Trabant-Teams forderte dann auf WP 2 bereits erneut das Eingreifen der Helfer. Das Duo Denny Hautke/Sascha Heinze kam von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Während der Beifahrer mit relativ leichten Verletzungen geborgen werden konnte, musste Fahrer mit schweren Verletzungen ins Uni-Klinikum nach Jena geflogen werden. Der Vogtländische Motorsport Club wird in beiden Fällen auch nach der Veranstaltung den Kontakt zu den Betroffenen suchen und wünscht ihnen von dieser Stelle die beste Genesung. Die Frage nach der Sicherheit konnte von den ebenfalls zeitnah untersuchten Unfallstellen und Fahrzeugen von den Offiziellen klar beantwortet werden. „Der Organisator hat an allen Stellen und in Frage kommenden Sicherheitszonen weit mehr als das Erforderliche getan, um die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten. Auch die Maßnahmen nach den Unfällen können als vorbildlich eingestuft werden.“ erklärte der Vorsitzende Sportkommissar.
Nun aber zum erfreulichen sportlichen Teil der Vogtlandrallye. Im Vorfeld wurden ja mehrere Fahrer als Favoriten für den Platz auf dem höchsten Treppchen gehandelt. Reinhard Honke/Christina Kaiser in ihrem Subaru Impreza zum Beispiel konnten sich schon nach dem Besichtigen der Wertungsprüfungen nicht so recht mit den Strecken anfreunden. Der Respekt vor den schnellen und anspruchsvollen Prüfungen verhinderte beim Sieger der Grabfeldrallye wohl ein befreiendes Fahren und eine Topplatzierung. Er landete zum Schluß auf Gesamtrang sieben, noch hinter dem „roten Baronen“ Hodel/Plank in ihrem betagten Golf 1, sicherte sich jedoch den 2. Platz in der N 5.
Die N3 gewann das Tirschenreuther Team Schmid/Negratschker, die im Peugeot 306 deutlich vor den Zweiten der Klasse Muschiol/Schulze ins Ziel kamen.
Den Ton bei der Musik machte am Wochenende das vogtländische Gespann Horlbeck/Lenk. Die Mitglieder des VMC ließen es bei ihrer Heimveranstaltung mächtig fliegen und zeigten den Fans eine perfekte Vorstellung. Schon auf der ersten WP nahmen sie mit ihrem Ford Sierra der Konkurrenz pro Kilometer eine gute Sekunde ab und ließen der Ersten noch 3 weitere Bestzeiten folgen. Jan Horlbeck: „ Der Tag lief einfach perfekt. Das Auto war super vorbereitet und wir hatten keinerlei technische Probleme. Vom Fahrerischen her ging zwar nichts mehr nach vorne, aber ich könnte auch nicht sagen, dass ich irgendwo zu früh gebremst hätte.“ Lachte der sympathische Junior-Chef nach der Zielankunft. Gleichzeitig gewann er damit seine Klasse und die Gruppenwertung H. Die Mitstreitenden Forster/Fröhlich und Ramonat/Aßmann erholten sich nur langsam vom „Schock“ der ersten Bestzeit Horlbeck’s. Sie kämpften bis zum Schluss um den Sieg mit, in der Hoffnung der vornweg tobende Ford-Pilot macht einen kleinen Fehler. Dies geschah jedoch nicht und die Stollberger Maik Förster/Simon-Peter Fröhlich mussten sich mit einem Rückstand von 10,8 Sekunden mit Gesamtrang zwei sowie dem Sieg der Gruppe N-Wertung „begnügen“. Ein weiterer Favorit, Raphael Ramonat mit Christian Aßmus auf dem Beifahrerplatz, konnte zwar immer in Schlagdistanz zur Spitze bleiben, jedoch nur auf der letzten WP die Bestmarke setzen. Die solide Vorstellung des Thüringers reichte mit 2,3 Sekunden Rückstand auf Förster für Platz 3 der Gesamtwertung ehe auf Rang 4 die Gewinner der Osterburg-Rallye Bernd Michel/Bernd Hartbauer auf ihrem Vauxhall als bester Fronttriebler ins Ziel kamen. Sie verschenkten mit einem Ausritt auf WP 2 die entscheidenden Sekunden um ums Podium mit fahren zu können. Immerhin reichte der Auftritt noch für den Sieg in der Klasse H 14 vor Hodel und den dritten Platz in der Gruppe H.
Die H 15 wurde von Gero Wildgrube/ Thomas Keller dominiert, wobei der Markenkollege Markert aufgrund eines technischen Defekts seinen M 3 nicht einmal über die Startlinie der ersten WP bewegen konnte. In der H 13 gab es nach dem frühzeitigen Rückzugs von Stephan Haupt im Vogtland keine wahren Gegner für Sven Tröger mit Doreen Zemanik an der Seite. Sie konnten sich den Sieg sichern und einen guten 5. Gesamtrang verbuchen, wobei sie mit nur 6 Sekunden Rückstand Bernd Michel nicht wirklich aus den Augen verloren. In der Suzuki-Klasse N2 konnte eben eines dieser Fahrzeuge den Sieg davon tragen. Der Abiturient Sebastian Zimmermann schnappte sich kurzerhand Haupt’s Co, Andre’ Jockusch und ließ sich von ihm zum Klassensieg vor dem Citroen Saxo des Teams Graf/Schmidt navigieren. Die H 12 wurde wiederum von MC Grünhain’s Ulf Grünert und Daniel Nowak dominiert. Sie distanzierten die Zweiten Sascha Leppin/Sven Uhlrich, die die Micra-Wertung gür sich entscheiden konnten um über eine Minute. Die überschaubare Fraktion der Gruppe G führte im Ziel der Ford Sierra von Guido Horn/Norbert Höhmann vor dem Subaru von Nicolai/Herzig an. Die Trabis fochten im letzten Teil des Feldes wieder beherzt um die Gunst der Zuschauer und die Platzierungen. Während Doppel-Vorjahressieger Swen Grüner/Lars Lorenz mit einem Vergaserdefekt aufgeben mussten, konnten Marek Zahn und Kerstin Munkwitz nach eher enttäuschenden Ergebnissen der Vorwochen wieder den Klassensieg feiern. Zweiter wurden Kaiser/Reif vor Schramm/Nagel. Unter dem Strich war die 27. ADMV-ACC-Vogtlandrallye wieder ein voller Erfolg und braucht sich in allen Punkten hinter keiner anderen Veranstaltung zu verstecken, wenn auch durch die zwei Unfälle ein bitterer Beigeschmack bleibt.
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