Presse 2004Donnerstag, 8.Juli 2004 Technik trifft auf MuskelkraftSamstagmittag startet die 23. Vogtland-Rallye in Plauen / 119 Anmeldungen / Großes Spektakel | |
Fast ein Jahr ist es schon wieder her, seit im August 2003 die Motoren bei der 22. Vogtland-Rallye auf den Plauener Straßen und im Landkreis dröhnten. Am Samstag starten die Piloten zur 23. Auflage, und wieder verspricht der gesteckte Kurs Hochspannung und wird den Piloten hohes fahrerisches Können abverlangen. Noch mehr Fahrer als im Vorjahr werden sich um 12 Uhr am Start und Ziel im Autocenter Carl (ACC) an der Plauener Moorstraße einfinden. 119 Anmeldungen liegen dem Vogtländischen Motorsportclub (VMC) Plauen vor.
,,Das ist die maximale Anzahl, die starten kann", erklärt Wolfgang Meyer der Streckenobmann. Meyer und seine Crew freuen sich über die hohe Resonanz, während andere Rallyes Fahrerschwund beklagen:
,,Dank der Sternquell, dem ACC, dem Sachsendruck und vieler anderer Sponsoren ist es uns gelungen, auch 2004 wieder einen ansprechenden Kurs zu präsentieren".
Die Vogtland-Rallye läutet die zweite Halbserie der 16 Wertungsrennen um den ADMV Pneumant-Rallyepokal ein. Sechs Wertungsprüfungen sind am Samstag zu fahren. Dabei ist bereits auf der Fahrt von Plauen nach Kloschwitz erhöhte Aufmerksamkeit beim Fahrerpulk angesagt. Denn kurioser Weise genehmigte das Verkehrsamt des Vogtlandkreises gleichzeitig das Radrennen der Sächsischen Polizei. Die Beamten tragen ihr Rennen wie im Vorjahr auf der Straße zwischen Straßberg, Kloschwitz und Tobertitz aus. Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen der Polizei sollen helfen, dass trotzdem beide Rennen gefahrlos über die Bühne gehen. Die Straße wird ab Straßberg geteilt: Auf der einen Seite regiert die Muskelkraft, auf der anderen die Technik.
Hoffentlich werden rechtzeitig die Straßenseiten gewechselt, denn die Rallye-Piloten fahren diese Strecke auch wieder zum Ziel zurück.
12.20 Uhr bildet der Streckenabschnitt Rodau-Siebenhitz die erste Wertungsprüfung. Eine enge und kurvenreiche Strecke, die in den Waldpassagen sehr schmierig werden kann. Bereits vor drei Jahren wurde dieser Teilabschnitt im Rahmen der Deutschen Rallye-Meisterschaft gefahren. Besondere Zuschauerplätze sind in Richtung Demeusel und in der Ortsdurchfahrt ausgewiesen.
| Regine Fiedler, Doreen Zemanik, Wolfgang Meyer, Uwe Langheinrich, Kevin Zemanik und Steffen Rothe (von links) vom VMC Plauen haben harte Wochen der Vorbereitung hinter sich. Am Samstagmittag startet die 23. Vogtland-Rallye. Parkplätze sind von Schönberg nach Rodau, Leubnitz nach Demeusel und in Drochaus vorhanden.
12.50 Uhr beginnt die nächste Wertungsprüfung in Rößnitz. Besonders anspruchsvoll scheint die Kurvenführung in Höhe der Gaststätte Teichmühle zu sein. Im Vorjahr musste dieser Abschnitt gemieden war, da ein Hochzeitspaar seine Ruhe vor dem Lärm haben wollte. Günstige Punkte zum Beobachten des Feldes finden Besucher an der Teichmühle, an der Forstmühle und in Höhe Ortseingang Schneckengrün. Parkplätze sind in Rößnitz, Schneckengrün und Leubnitz aber nur begrenzt vorhanden.
Ab 13.30 Uhr führt die dritte Wertungsprüfung von Dehles in Richtung Kemnitz und letztendlich nach Geilsdorf. Stammfahrern dürfte diese Strecke ein Begriff sein, wurde sie doch schon oft bei der Vogtland-Rallye gefahren. Außer im Waldstück zwischen Krebes und Schwand besteht überall gute Sicht für die Zuschauer. Parkplätze sind am besten in Schwand und Ruderitz zu suchen.
Retour fährt die Rallye in der Folge über die Wertungspunkte 1, 2 und 3. Mit der ersten Zielankunft rechnet der Veranstalter 17.20 Uhr, so dass 19 Uhr die Rallye-Party samt Siegerehrung im ACC stattfinden kann.
Die Zuschauer werden gebeten, den Anweisungen der Streckenposten unbedingt zu folgen und nicht die Sperrzonen zu betreten. Zehn Meter Sicherheitsabstand zur Rennstrecke sind
einzuhalten. |
Spitzensport in der Stadt der Spitzen | Bernd Michael/Sabine Heinzel wurden mit einem Opel Astra 16V Gesamtdritte
Das Lied vom Holzmichel ist derzeit in aller Munde. Und wie heißt es da so schön im Refrain? "Jaaaa er lebt noch ..." Das gleiche trifft auch auf die Vogtland-Rallye, früher als Spitzenfest-Rallye bekannt, zu. Als kleine "200er" hat sie sich ihren Platz im Veranstaltungskalender erhalten bzw zurückerkämpft. Am 10. Juli war es in der Stadt der Spitze Plauen und Umgebung wieder soweit. Die 23. ADMV - Vogtland-Rallye, respektive deren Teilnehmer, durchschnitten einen der schönsten Landstriche Deutschlands mit dröhnendem Motorenlärm.
Wie von der Papierform her zu erwarten, drückten die heiden DRM-erfahrenen Piloten Frank Richert und Peter Corazza der diesjährigen Ausgabe, die für den ADMV-PNEUMANT-Rallyepokal gewertet wurde, ihren Stempel auf. Eine weitere Gemeinsamkeit ergab sich beim Berliner und dem Niederwürschnitzer beim Blick auf den heißen Sitz. Während im Ford Escort Cosworth WRC wieder Doreen Plischkaner Platz nahm, saß in Peter Corazzas Gruppe N Mitsubishi EVO VII ebenfalls eine Dame. Ausnahmsweise unterbrach seine Lebensgefährtin Mandy Querengässer ihre Babypause und las mal wieder statt aus Kinderbüchern ans dem Rallye-Gebetbuch. "Da unser Stamm Co. Steffen Rote hier für den. Veranstalter zahlreiche organisatorische Aufgaben übernommen hat und es mich schon lange wieder gejuckt hat, nutzte ich die Gelegenheit", erklärte die junge Mutter. Und der Vater des kleinen Cedric ergänzte: ,,Ich fühle mich nach wie vor in diesem Gruppe N-Auto unwohl. Es macht einfach nicht das, was es soll und was ich will. Das betrifft das ungenaue Einlenken genauso, wie die nicht immer anstandslos funktionierenden Bremsen. Wir wollten hier in erster Linie wieder ein paar Probleme aussortieren und das ist uns gelungen."
Inklusive neun Youngtimer rollten insgesamt 111 Autos, vornehmlich aus der wohl rallyebegeistertsten Region sowie aus dem nord-bayerischen Raum, ab 12.00 Uhr mittags im Minutentakt über die Startrampe und nahmen dic knapp 40 WP-Kilometer und die dazugehörigen Verbindungsetappen unter die Räder. Sechs Wertungsprüfungen standen in den Bordbüchern der Teilnehmer, wobei zwei Schleifen á drei WP‘s gefahren wurden. Die Bayreuther Heini Russner/Bemd Scheuring markierten etwas überraschend in ihrem BMW M3 mit 3:17,0 die erste Bestzeit. Glatte zwei Sekunden dahinter
| lagen zeitgleich die beiden Favoritenduos Richert/Plischkaner und Corazza/Querengässer. Nach einer Bestzeit von Corazza lief die Uhr auch auf der dritten Prüfung für beide Favoriten gleich lange. Die ersten beiden WP‘s der zweiten Schleife entschied darin Frank Richert für sich. Der Berliner hatte somit vor der alles entscheidenden WP 6 zwei Sekunden Vorsprung. Die Scuderia Corazza, Peter hat italienische Vorfahren, entschied dann die finale Prüfung für sich und feilte noch eine Sekunde weg. Frank Richert/Doreen Plischkaner behielten somit mit nur einer einzigen Sekunde Vorsprung die Oberhand und kehrten als strahlende Sieger ins Rallyezentrum zurück. Mit Bernd Michel/Sabine Heinzel im Opel Astra ging auch der dritte Platz an ein Duo Männlein/Weiblein, was auch nicht alltäglich ist und beweist, dass auch Frauen ihren Mann stehen.Thorsten HornGesamtwertung:| 1. | Frank Richert / Doreen Plischkaner(Ford Escort Cosworth) | 21:15:0 |
| 2. | Peter Corazza / Mandy Querengässer(Mitsubischi EVO 7) | 21:16:0 |
| 3. | Bernd Michel / Sabine Heinzel(Opel Astra 16 V) | 21:36:0 |
| 4. | Heini Russner / Bernd Scheuring(BMW M3) | 21:37:0 |
| 5. | Rico Hanika / Axel Bayer(Renault Clio Williams) | 22:11:0 |
| 6. | Torsten Binder / Denny Pfannenschmidt(Honda Integra) | 22:28:0 |
| 7. | Werner Mühl / Stefan Böhm(Opel Kadett GSI 16) | 22:36:0 |
| 8. | Stephan Haupt / André Jockusch(VW Golf 1) | 22:38:0 |
| 9. | Danny Galle / Dirk Ose(Opel Kadett C) | 22:50:0 |
| 10 | Jens Tröger / Jens Krajewski(Honda Civic Vtec) | 22:51:0 |
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David Langheinrich / Thomas Auerbach fielen mit spektakulärer Fahrweise auf | Frank Richert / Doreen Plischkaner siegten mit einem Ford Cosworth WRC |
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